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16
Sep
2012

Vom Taxi-, Bus-, Motofahren...

Ja, sich in Bolivien fortzubewegen ist doch um einiges abenteuerlicher als in Deutschland.

Hauptfortbewegungsmittel ist hier das Taxi (zumindest für uns, aber auch für viele Bolivianer, denke ich), obwohl ich in Deutschland eigentlich so gut wie nie Taxi gefahren bin. Es gibt zwei Gruende dafür, dass wir hier so oft Taxifahren: Zum einem haben wir kein eigenes Auto, zum anderen ist es einfach lächerlich billig. Eine Fahrt einem Linientaxi, die zwischen Cotoca und Los Pozos, ein Markt in der Innenstadt von Santa Cruz, regelmaessig verkehren und ihre festen Abfahrtspunkte haben, kostet 5 Bolivianos pro Person, also umgerechnet ein bisschen mehr als 50 Cent. Und das fuer eine Strecke von mehr als 20 Kilometern, die mehr als eine halbe Stunde Zeit in Anspruch nimmt.

Die Tachos der Taxis funktionieren hier in den seltesten Fällen, auch viele Tueren koennen nur von aussen geoeffnet werden. Fast schon serienmaessig ist der Beifahrersitz manuell verbreitert worden, sodass vorne zwei Personen mitfahren koennen. Jedoch doch eher recht beengt, wie man sich vorstellen kann. Oftmals ist das Lenkrad auch auf der anderen Seite wie das Amaturenbrett, weil die Lenkraeder, sehr oft japanische Modelle, umgebaut worden sind. Unser persönlicher Rekord war bisher zu Zehnt, inklusive Fahrer, in einem Siebensitzer. Anschnallen oder so uncoole Sicherheitsmassnahmen gibts hier auf jeden Fall auch nicht.

Natürlich muss man dann für den niedrigen Preis auch die Fahrweise in Kauf nehmen.. :) Mit der Spurführung wird es nicht so genau genommen, überholt wird auch rechts. Gelangt man an eine Kreuzung, wird nicht etwa geschaut, ob andere Autos von der anderen Richtung kommen, sondern es wird fast ungebremst darübergefahren, sein Kommen mit einem Hupen ankündigend.

Busfahren ist noch billiger, eine Fahrt kostet 1,80 Bolivianos. Die Busse sind hier wesentlich kleiner und ich stoße mir bisweilen den Kopf an der Decke an. Feste Haltstellen gibt es nicht, man wartet einfach an der Route und winkt den Micro heran. Allerdings ist momentan Busfahren wesentlich komplizierter als Taxifahren, da es unzählige Buslinien gibt, und es schwierig ist, sich einen Überblick zu verschaffen, was wohin fährt. Da der Bus oft anhält, dauert es zudem wesentlich länger ans Ziel zu kommen.

Die lustigste und wohl auch angenehmste Art ans Ziel zu kommen ist das Mototaxi.. Also ein Roller, der als Taxi fungiert. Wir nutzen das ab und zu, um von Cotoca wieder ins Hogar zu kommen, das etwa 20 Minuten Fußmarsch von Cotoca entfernt liegt. Es ist schon ein cooles Gefühl mit Wind um die Ohren über Staubpisten und Straßen zu brausen. :) Der Preis für ein Mototaxi zum Hogar liegt bei 4 oder 5 Bolivianos, was man sich schon mal gönnen kann für diesen Spaß :)
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Johannes in Bolivien

Über mich:

Meine Name ist Johannes. Ich lebe in der Nähe von Ulm und habe das zarte Alter von 20 Jahren. ;) Ab August werde ich für ein Jahr in dem Behindertenheim "Hogar Teresa de los Andes" in der Nähe von Santa Cruz, Bolivien, arbeiten. In diesem Blog werde ich darüber berichten.

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