Archiv

April 2025
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 
 
 
 

Status

Online seit 4772 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 30. Mär, 02:40

Suche

 

kostenloser Counter

En Bolivia..

7
Sep
2012

Wir sind zurück aus La Paz!

Also, seit gestern, um Mittagszeit herum, sind wir wieder im Hogar Teresa de los Andes, was mir persönlich nach der Reise wie eine Oase vorkam.
Aber eins nach dem anderen: Wie gesagt, Sonntagabend sind wir mit dem Linientaxi erst mal von Cotoca nach Los Pozos, ein Stadtteil von Santa Cruz gefahren, und von dort aus wieder mit dem Taxi zum Busterminal in Santa Cruz. (Allgemein fahren wir recht viel Taxi, da es sehr billig ist)

Dort fanden wir dann recht schnell einen Bus, denn im Busterminal, wimmelt es von Marktschreiern, die einen ein Busticket aufschwatzen wollen. Eigentlich klang das Angebot recht verlockend, für 150 Bolivianos (also knapp 20 Euro) nach La Paz zu kommen. Außerdem schien der Bus recht komfortabel zu sein, nur drei Reihen in die Breite und bequeme Sitze. Also griffen wir zu. Leider entpuppte sich der Bus als ein Fehlgriff nach ein paar Stunden, als wir mitten in der Pampa stehen blieben und nichts mehr ging. Anscheinend war die Batterie leer (Ich frage mich, wie das geht, wenn man gleichzeitig fährt?), und wir mussten warten, bis sich ein anderer Bus sich erbarmte und sie mit einem Startkabel auflud. So zog sich die Reise mehr und mehr in die Länge. Nachdem wir dann noch einen Reifen wechselten und der Alte, mangels Platz in den Stauräumen, in den Busgang gestellt wurde und noch ein paar Stopps eingelegt wurden, weil diverse Teile wohl locker waren und so weiter, verlängerte sich die ursprünglich erwartete Reisezeit von 16 Stunden auf 24 Stunden, sodass wir erst um 19.00 Uhr am Montag in La Paz ankommen konnten. Daniel kannte zum Glück ein gutes Hostel und dann waren wir schon im Bett.. ;) Ein Tag Busfahrt für 850 Kilometer ist doch recht ungewöhnlich für uns Deutsche.. :)

Am nächsten Tag gings dann vormittag gleich in deutsche Botschaft. Nachdem wir von einer unhöflichen bolivianischen Polizistin, die wohl als Türsteher fungierte, eine Stunde hingehalten wurden, wurden wir erst mal von einer Stelle an die andere geschickt, bis wir an die richtige Person kamen. Die schien allerdings recht kompetent zu sein und versprach uns, dass wir das Visum in drei bis vier Wochen im Konsulat in Santa Cruz abholen könnten. Wir werten unseren Besuch in La Paz also als erfolgreich, bedenkt man, dass andere Freiwillige teilweise monatelang auf ihr Visum gewartet haben und dann letztendlich nur durch Bestechung bekommen haben.

Danach haben wir uns noch am Nachmittag ein wenig La Paz angeschaut, welches sehr beeindruckend in einem Talkessel liegt. Leider hatten wir nicht mehr viel Zeit viel zu unternehmen, aber ich hab ein paar Bilder gemacht, die ich euch nicht vorenthalten möchte.
(Leider spielt das langsame Internet gerade nicht mit)

Edit, jetzt hats funktioniert:

Panorama von La Paz

Da Daniel am morgen zu einer Bergtour aufgebrochen war, kehrten wir dann zu zweit nach Santa Cruz zurück, was erstaunlicherweise echt gut klappte. Zwar zweifelten wir zuerst, als wir einen Bus für 100 Bolivianos pro Person (also so 12, 13 Euro vielleicht) zurück nach Santa Cruz kauften, allerdings dauerte die Fahrt diesmal nur 15 oder 16 Stunden, was richtig schnell vergleichsweise war.
Den Weg vom Busterminal nach Cotoca zu finden war zwar ein wenig schwierig im Moloch Santa Cruz, allerdings haben wir auch das irgendwie hinbekommen, sodass wir heute schon wieder fröhlich an die Arbeit gehen konnten.. :)

Fazit: Anstrengende Reise, aber auch total interessant und wir haben zum ersten Mal wirklich was von Bolivien gesehen. Leider zu kurz, aber die Arbeit ruft eben ;-)

2
Sep
2012

Nach La Paz!

Wollte euch nur kurz informieren, dass wir (Daniel, ein jetziger Freiwilliger, Matthias und ich) heute abend recht kurzfristig nach La Paz fahren, um unser Hoeflichkeitsvisum, das ja nur fuer dreissig Tage gilt, auf ein Jahresvisum zu verlaengern. Da die Busfahrt nach La Paz ueber 10 Stunden einfach auf jeden Fall dauert, werden wir erst am Mittwochmorgen nach Cotoca zurueckkehren. Dabei haben wir natuerlich die Gelegenheit, die Stadt noch gleich ein wenig anzuschauen.
Zwar gaebe es in Santa Cruz auch ein deutsches Konsulat, allerdings haben uns die jetzigen Freiwilligen empfohlen direkt nach La Paz zu fahren, da wir uns viel Zeit, Nerven und vorallem (eventuell Bestechungs-)Geld sparen.
Ausfuehrlichen Bericht von La Paz gibts es dann spaeter! :)

31
Aug
2012

Die ersten Tage im Hogar..

Nun bin ich doch schon einige Tage im Hogar Teresa de los Andes und möchte nun davon berichten. Zumindest will einen kleinen Einblick geben, denn alles in einem Eintrag zu erzählen, würde einfach den Rahmen sprengen.

Vielleicht erzähle am besten zuerst, wie das Hogar aufgebaut ist. Das Gelände ist ziemlich groß und komplett mit einer recht hohen Mauer umgeben, wie fast überall in Südamerika wahrscheinlich. In der Mitte des Geländes befindet sich dann der Comedor, also der Speisesaal, und die Küche des Hogars. Kreisförmig um den Comedor angeordnet sind dann die verschiedenen Pabellones, also Pavillone, wo die Behinderten untergebracht sind. Sie sind nach Farben benannt, es gibt ungefähr fünf oder sechs davon, die genaue Anzahl weiß ich momentan nicht. Ein besonderer "Pabellón" sozusagen ist das Hospital, wo ich arbeite, währenddessen Matthias im "Pabellón amarillo" arbeitet, also im "gelben Pavillon". Im Hospital sind diejenigen Behinderten untergebracht, ungefähr zehn Stück, die wohl am schwersten behindert sind und verschiedene gesundheitliche Probleme haben. Außerdem werden im Hospital einige per Sonde ernährt und fast alle sind bettlägrig und das ist der Punkt, wo meine Arbeit beginnt, aber dazu nachher mehr.
Im Gebäude des Hospitals sind zudem der Behandlungsraum der Zahnärztin, die Apotheke und der Raum der Beatmungstherapie integiert. Ebenfalls kreisförmig um den Comedor angerichtet ist die "escuela", also die Schule und das Gebäude, wo die Therapiegruppen untergebracht sind, zum Beispiel die Physiotherapie und Logopädie.
Ein wenig außerhalb liegt dann noch der Kindergarten für die Kinder der Angestellten, und direkt am Eingang befindet sich dann noch zu einem das Nachtwächterhäuschen, zum anderen das Sekretariat und das Wohnhaus für die Brüder des Ordens.

Wir sind momentan im ehemaligen "Pabellon rojo" untergebracht, werden aber morgen wahrscheinlich noch umziehen in die Freiwilligenwohnung, weil Daniel und Eva, zwei von den jetzigen Freiwilligen, bald abreisen.

Um nicht zu viel zu schreiben, will noch kurz meinen bisherigen Tagesablauf beschreiben und mich mit einem weiteren Eintrag demnächst dann melden. Bisher sieht es so aus, dass ich um halb sieben aufstehe und dann um sieben Uhr im Hospital anfange. Dort helfe ich zum einem beim Essen eingeben (eine recht große Sauerei :D) und beim Zähneputzen (endete bisher auch nicht immer ganz glücklich :D) Da jeden Tag gebadet wird, wird mir dann noch die Aufgabe zuteil (als einzig kräftiger Mann unter allen kleinen bolivianischen Frauen :D) die Kinder und Jugendlichen vom Bett in den Rollstuhl, vom Rollstuhl auf die erhöhte Badeplattform (Badewanne kann man das nicht nennen), von der Badeplattform zum Wickeltisch, vom Wickeltisch wieder in den Rollstuhl zu heben. Was zugebenermaßen recht schweißtreibend ist, da nicht alle Behinderten klein und zierlich sind :)
Das alles zusammen dauert ungefähr bis 10 Uhr. Danach geht's in die Logopädie, wo ausgewählte Behinderte die Aufgabe haben, Denkaufgaben zu lösen, indem sie Formen zusammenfügen usw. (Über den Erfolg dieser Maßnahmen bin ich eher noch skeptisch, ehrlichgesagt)
Vor meinem Mittagessen, das so um 12, halb 1 ist, geht's dann nochmal kurz in das Hospital, wo die Kinder ebenfalls Mittagessen bekommen und von mir wieder ins Bett gehoben werden. Dann ist erst mal Pause bis zwei Uhr. Nach der Pause gehts in die Physiotherapie, welche mir beträchtlich mehr Spaß macht als die Logopädie, aber naja :) Um halb fünf mache ich dann nochmal einen kurzen Abstecher in das Hospital, wo wieder Abendessen gegeben wird und zähnegeputzt wird. Und um fünf, halb sechs heißt es dann: Listo con el trabjao, also fertig mit der Arbeit! Danach ging bei mir nicht mehr viel bisher, weil es wirklich recht anstrengend ist. Gestern waren wir noch in Santa Cruz bei der Zahnärztin des Hogars zum Abendessen eingeladen (also alle voluntarios, die gerade vor Ort sind). Leider bin ich wirklich fast eingeschlafen beim Essen, weil ich es nicht mehr gewohnt bin so lange aufzubleiben und zur Zeit immer um acht Uhr ins Bett falle.. :)

Und genau das werde ich jetzt auch tun, bis zum nächsten Eintrag, in dem ich dann hoffentlich mehr erzählen kann.

26
Aug
2012

Wir sind da!

Ich will nur kurz ein kleines Lebenszeichen von mir geben, da wir momentan nur im Internetcafe sitzen, und spaeter dann mehr erzaehlen.
Der Flug verlief eigentlich recht reibungslos (zumindest fuer mich) und wir sind gestern in Santa Cruz angekommen, wenn es auch eine anstrengende Reise war. In Santa Cruz selbst duerften wir dann ewig noch auf unsere Passkontrolle warten und eine ziemlich grosse Zahl von Formularen ausfuellen. Matze ist leider ein Koffer auf der Reise verloren gegangen, am Flughafen konnten sie noch nicht genau sagen, wo er gerade befindet, aber vermutlich ist er in Paraguay steckengeblieben. Wir sind noch recht zuversichtlich, dass er auftauchen wird, anscheinend kommt das oefters vor.
Wir wurden von zwei jetzigen Freiwilligen abgeholt vom Flughafen, dann gings im Taxi mit Koffern auf dem Schoss auf zum Hogar. Dort wurden wir freundlich empfangen, obwohl auch noch ein wenig Verwirrung herrschte, weil wir noch nicht erwartet wurden.
Momentan sind wir in Cotoca im Internetcafe und schauen uns in ein wenig in Cotoca um, morgen solls dann mit der Arbeit losgehen. Heute hoffen wir uns noch ein wenig haeuslich einrichten zu koennen. Unsere Unterbringung ist sehr.. anders, aber dazu spaeter mehr. Es sind sehr viele neue Eindruecke und Erlebnisse, sodass ich leider nicht genuegend Zeit habe, sie hier jetzt zu schreiben, ich hoffe, ich habe spaeter dazu mehr Gelegenheit

Gruesse nach Deutschland.
logo

Johannes in Bolivien

Über mich:

Meine Name ist Johannes. Ich lebe in der Nähe von Ulm und habe das zarte Alter von 20 Jahren. ;) Ab August werde ich für ein Jahr in dem Behindertenheim "Hogar Teresa de los Andes" in der Nähe von Santa Cruz, Bolivien, arbeiten. In diesem Blog werde ich darüber berichten.

Aktuelle Beiträge

Es wird Zeit für einen...
Hallo, jetzt ist es doch schon wieder ein Monat her,...
Unfurl - 30. Mär, 02:40
Angekommen?
Hallo ihr Lieben! Da ich gerade zwei Stunden Zeit...
Unfurl - 24. Feb, 00:40
Das Zwischenseminar..
Mit gut einer Woche Verspätung melde ich jetzt wieder...
Unfurl - 25. Jan, 15:41
Lieber Johannes, schön...
Lieber Johannes, schön zu hören, dass du wohlbehalten...
monami2811 - 19. Jan, 09:18
Zurück aus Ecuador, ein...
Hiermit melde ich mich zurück aus Ecuador, wo ich gut...
Unfurl - 10. Jan, 16:09